13 Juni 2021

Ein Abrollkipper ist ganz praktisch

Letztes Wochenende traf ich mich mit Helen zum Brunch. Wir machen das alle zwei Wochen, haben es jedoch zwei Monate lang pausieren müssen, da die Arbeit uns beide sehr vereinnahmt hat. Einmal musste sie absagen und das nächste Mal wieder ich. Umso mehr freuten wir uns, als wir uns um Punkt 11 Uhr in unserem Brunch Lokal gegenüber saßen. In den zwei Monaten hatte der Besitzer die Karte um zwei weitere Brunch Menüs erweitert und jede von uns probierte eines davon. Natürlich gab es viele Neuigkeiten. Helen erzählte, dass ihr Mann Horst sich einen LKW mit Abrollkipper gekauft hat und das alles nun viel praktischer ist. Anfangs zweifelte sie an der Investition, weil es einiges kostet. Aber Horst bestand darauf, weswegen sie dann klein beigegeben hat.

Erfreuliche Neuigkeiten?

Helen erzählte weiter, dass ihr Boss ihr eine Beförderung angeboten hat. Was für gute Nachrichten! Doch im selben Atemzug verzog sie das Gesicht und gestand mir, dass sie sich noch nicht ganz sicher ist, ob sie sich freuen solle. Denn insgeheim war sie schon länger unzufrieden und hat sogar schon an Kündigung gedacht. Meine Freundin steckte in einem Dilemma, denn eine Beförderung war das, worauf sie die letzten Jahre hin gearbeitet hat. Sie wolle das nochmal mit Horst besprechen und seine Meinung dazu einholen, doch er war momentan beschäftigt mit dem Abrollkipper. Ich erzählte ihr von meinen eigenen beruflichen Plänen, denn ich spielte seit einiger Zeit mit dem Gedanken, mir ein zweites Standbein aufzubauen. Helen war entzückt von meiner Idee und bot mir ihre Unterstützung an. So eine Freundin wie sie zu haben ist echt ein großer Segen.

 

Zwei Köpfe voller Ideen

Ich erklärte ihr, wie ich alles geplant hatte und sie gab mir wichtiges Feedback zu meinen Vorstellungen. So ging das noch eine halbe Stunde lang weiter und man hätte meinen können, dass wir zwei Geschäftspartner sind und nicht Freundinnen, die sich seit Wochen nicht mehr gesehen haben. So vertieft waren wir in unserem Gespräch. Dann widmeten wir uns wieder anderen Themen – dem Brunch zum Beispiel. Helen und ich hatten die Angewohnheit, dass wir nach jedem Besuch eine Bewertung online abgaben, denn wir wollten, dass unser Lieblingslokal immer genügend Kundschaft hat. Wir waren dabei immer ehrlich und wenn wir etwas zu kritisieren hatten, gaben wir das immer zuerst an die Belegschaft weiter. Das war jedoch sehr selten der Fall und auch dieses Mal hatten wir nichts zu beanstanden. Die zwei neuen Menüs waren ausgezeichnet und wir freuten uns schon wieder auf unseren nächsten Brunch in zwei Wochen.